Staatsholdings & Staatsfonds

Unsere Assets

Es gibt unzählige Staatsfonds weltweit und von einigen wenigen kann man sich etwas abschauen. In Österreich werden unsere Assets vor allem von der OeNB (280.000 kg Feingold im Wert von €12Mrd!) und der ÖBAG (Portfoliowert €20Mrd!) verwaltet. 

Jede Österreicherin ist über die ÖBAG indirekt an einigen Leitbetrieben unseres Landes beteiligt. Dieses Gefühl wird aber zu wenig vermittelt. Die ÖBAG wäre das optimale Vehikel um Kapitalmarkt, Unternehmertum und Aktienkultur in unserem Land zu fördern. Dafür müsste die ÖBAG noch breiter, offener und transparenter kommunizieren.

Meine Wunschlisten

Um das Gefühl von Miteigentümern und Aktionären unter allen Österreichern zu stärken, hätte ich zwei Wunschlisten: 

Auf meiner Traum-Wunschliste steht:

  • Dividende einmal jährlich an jede/n Österreicher/in ausgeschüttet bzw. direkt dem Pensionskonto gutgeschrieben und von der Pensionskasse veranlagt
  • Ausübung wesentlicher Aktionärsrechten wie den Wahlen zum Aufsichtsrat bzw. Möglichkeit der Verfolgung dieses Auswahlprozesses und der Wahl
  • Live Übertragung der Hauptversammlungen

Auf meiner Real-Wunschliste steht:

  • Laufende Einblicke in wesentliche Entscheidungsfindungsprozesse bei Portfoliounternehmen sowie intern in der ÖBAG
  • Veröffentlichung von detaillierten Berichten, Positionen und Diskussionsgrundlagen weit über den jährlichen Geschäftsbericht hinaus
  • Finanzbildung für die Bevölkerung und Bereitstellung von regelmäßigen Informationen als wesentlicher Auftrag an den Vorstand, um ein höheres Maß an Aktienkultur in unserem Land zu entwickeln

Internationale Vorbilder

Was Kommunikation, Transparenz und Anlagephilosophie betrifft, kann man in Singapur (Temasek Holdings & GIC Private Limited ) und Norwegen (Government Pension Fund of Norway) Vorbilder finden. Lehrreiche Publikationen, klare und laufende Kommunikation mit allen Stakeholdern sowie tiefe Einblicke in das Asset Management und mutige öffentliche Umsetzungen zu ESG Themen sind beeindruckend. 

Die ÖBAG hat in Österreich als Institution die besondere Möglichkeit durch offene Kommunikation und transparente Einblicke die Identifikation mit “unseren” Unternehmen zu stärken und Aktienkultur im Allgemeinen zu fördern.

Außerdem kann durch die Besetzung von Aufsichtsratspositionen ein aktiver Einfluss auf die ökologisch und ökonomisch nachhaltige Entwicklung der Portfoliounternehmen genommen werden. Diese Vorbildwirkung auf den Kapitalmarkt sollte nicht unterschätzt und dementsprechend ernst genommen werden.

5. November 2020